Wiederholteil
Ein Zeichnungsteil, kein Normteil, mit 2.000 Stück im Jahr und wiederkehrendem Bedarf. Die Menge liegt in der obersten Klasse, der Bedarf kehrt wieder.
Ergebnis Rahmenvertrag mit Abrufen
Sieben Fragen zu Norm- oder Katalogteil, Menge, Wiederholung und Termin ordnen Ihren Bedarf einer Bezugsform zu. Die Eingaben werden im Browser verarbeitet.
Die Einkaufslehre unterscheidet, bei wie vielen Lieferanten ein Bedarf liegt: bei einem (Einzelbezug, Single Sourcing), bei zweien (Doppelbezug, Dual Sourcing) oder bei mehreren (Mehrfachbezug, Multiple Sourcing). Das ist die Bezugsstrategie. Von ihr zu unterscheiden ist die Bezugsform: ob ein Teil aus dem Katalog kommt, einzeln beauftragt, im Rahmen abgerufen oder als Paket mit Zusatzleistungen bezogen wird.
Der Wegweiser fragt nach der Bezugsform und erwähnt die Strategie dort, wo sie ein Risiko begründet: bei einem einzigen Lieferanten oder bei hohem Terminrisiko. Jede Regel hat eine Quelle und steht unten in der Regeltabelle.
Warum diese Unterscheidung nützt: Wer nur über die Strategie spricht, landet schnell bei der Frage, ob ein oder zwei Lieferanten besser sind, und übersieht, dass ein Normteil aus dem Katalog ganz andere Fragen aufwirft als ein Rahmenvertrag über ein Zeichnungsteil. Der Wegweiser trennt beides: erst die Form, dann, wo nötig, der Hinweis auf die Strategie. Dabei bleibt er bei Ihrem Bedarf und urteilt über keinen Lieferanten.
Sieben Fragen beantworten, Bezugsform bestimmen. Drei Pflichtangaben genügen; mit einer Vorlage sehen Sie sofort ein Ergebnis.
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Vorprüfung, keine Zusage. Maßgeblich ist unser Angebot nach Prüfung Ihrer Zeichnung. So entsteht das Ergebnis: Ein Norm- oder Katalogteil geht vor. Sonst entscheidet die Wiederholung zusammen mit der Jahresmenge: wiederkehrend und mehr als 100 im Jahr ergibt den Rahmenvertrag, alles andere das Sonderteil im Einzelauftrag. Die Regeln mit Quelle stehen unten unter Die vier Bezugsmodelle; als Datei steht alles in der Regeltabelle.
Drei erdachte Bedarfe, bis zur Bezugsform durchgespielt. Dieselben Angaben setzt der Knopf mit dem Namen des Falls im Werkzeug; die Mengenklassen sind Testwerte, keine Grenzen der Evotec GmbH.
Ein Zeichnungsteil, kein Normteil, mit 2.000 Stück im Jahr und wiederkehrendem Bedarf. Die Menge liegt in der obersten Klasse, der Bedarf kehrt wieder.
Ergebnis Rahmenvertrag mit Abrufen
Ein Zeichnungsteil, das nur ein einziges Mal gebraucht wird. Weder Menge noch Wiederholung sprechen für eine Bindung über den Auftrag hinaus.
Ergebnis Sonderteil im Einzelauftrag
Ein genormter Passstift erfüllt die Funktion. Weil ein Normteil vorgeht, spielen Menge und Wiederholung keine Rolle.
Ergebnis Katalog- oder Normteil
Wann ein Modell passt, was es voraussetzt und welche Frage es offen lässt. Die Tafel erklärt Wahlmöglichkeiten des Einkaufs; sie beschreibt kein Leistungsangebot.
| Modell | Passt, wenn | Setzt voraus | Lässt offen |
|---|---|---|---|
| Katalog- oder Normteil | ein genormtes Teil die Funktion erfüllt | eine Norm oder ein Katalog beschreibt das Teil | ob das Teil auf Dauer im Sortiment bleibt |
| Sonderteil im Einzelauftrag | der Bedarf einmalig oder klein ist | eine vollständige Zeichnung je Bestellung | wie sich eine Wiederholung verhält |
| Rahmenvertrag mit Abrufen | der Bedarf wiederkehrt und planbar ist | ein vereinbarter Rahmen und ein fester Zeichnungsstand | was geschieht, wenn der Lieferant ausfällt |
| Systemlieferant | Zusatzleistungen neben dem Teil gewünscht sind | jede Zusatzleistung ist im Angebot benannt | ob sich einzelne Leistungen herauslösen lassen |
Quelle: Einkaufs- und Beschaffungslehre (Bezugsarten, Sourcing-Strategien); Konstruktionslehre (Normteile vor Sonderteilen). Wie ein Rahmenvertrag im Einzelnen gestaltet wird, behandelt diese Seite nicht.
Die Tafel zeigt auch, dass die vier Modelle keine Rangfolge bilden. Das Normteil ist nicht „besser“ als das Sonderteil, es ist die erste Frage. Ein Rahmenvertrag ist nicht die Fortsetzung des Einzelauftrags, sondern eine eigene Entscheidung mit eigener Bindung. Und der Systemlieferant ist kein Modell für sich, sondern eine Erweiterung: Er kommt hinzu, wenn Sie neben dem Teil weitere Leistungen wünschen, und ersetzt keines der anderen drei.
Für jedes Modell nennt der Wegweiser zwei Vorteile, zwei Nachteile, das Risiko und drei Fragen an den Lieferanten. Die Fragen sind so gewählt, dass die Antwort im Angebot stehen kann: Sie betreffen Abrufe, Änderungen, Zusatzleistungen und Zeichnungsstand, nicht Preise.
Ein Sonderteil bedeutet einen Aufwand, den kein Stückpreis ausdrückt: Es verlangt eine Zeichnung, eine Prüfung der Zeichnung und bei jeder Wiederholung die Bestätigung des Standes. Deshalb gilt in der Konstruktionslehre die Regel, nur dann ein Sonderteil vorzusehen, wenn kein Norm- oder Katalogteil die Funktion erfüllt. Die Regel schützt vor einem häufigen Denkfehler: Ein Sonderteil fühlt sich wie die genaueste Lösung an, ist aber zunächst nur die aufwendigste.
Wann das der Fall ist, behandelt die Seite Sonderteil oder Normteil. Der Wegweiser beachtet die Regel, indem er ein Normteil zuerst prüft und bei „unsicher“ ausdrücklich dazu auffordert.
Der Wegweiser ordnet einen Bedarf einer Bezugsform zu und sonst nichts. Er nennt keine Preise, keine Mengengrenzen eines Anbieters und keinen Liefertermin, und er bewertet keinen Lieferanten. Die Mengenklassen sind Ihre eigenen Angaben.
Welche Bezugsform sich im Einzelfall bewährt, hängt von Ihrem Teil und Ihrer Planung ab. Das Ergebnis ist ein Ausgangspunkt für das Gespräch mit dem Angebot, kein Urteil. Wer mit dem Ergebnis in die Anfrage geht, spart sich die erste Runde allgemeiner Rückfragen; die zweite Runde, die Fragen zum Teil selbst, bleibt davon unberührt.
Verfasst von der Evotec GmbH, Arnsberg · Stand 03.10.2026
Das Ergebnis lässt sich mit einem Klick ins Formular legen; dort laden Sie Zeichnung und Modell dazu.